Grosse Nationalpark Tour -
18 Tage / 17 Nächte - Eine Natur- und Abenteuerreise für Liebhaber grandioser Landschaften und fernerer Kulturen. Besucht werden insgesamt 9 Nationalparks, 6 davon in Chile (Salar de Atacama, Conguillio, Villarrica, Vicente Perez Rosales, Lahuen adi und Torres del Paine) und 3 in Argentinien (Lanin, Nahuel Huapi und Los Glaciares).
Jedes dieser intakten Naturparadiese bietet Ihnen die Gelegenheit die Kontraste Chiles, Argentiniens und Patagoniens am Südende unserer Erde hautnah zu erleben. In Form von Wanderungen, Schiffs- und Entdeckungsfahrten im Fahrzeug erschliessen sich Ihnen Flora und Fauna dieser geschützten Naturreservate. Um Ihnen einen möglichst unverfälschten Reisegenuss gewährleisten zu können, haben wir bewusst die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt. Ihr deutschsprachiger Reiseleiter begleitet Sie während der gesmaten Reise und kennt die jeweiligen Nationalparks einschliesslich Flora und Fauna sowie die geschichtlichen Hintergründe. Tag 1: Santiago
Sie werden am Flughafen erwartet und zu Ihrem Hotel in Santiago gebracht. Am Nachmittag unternehmen Sie mit Ihrem Reiseleiter einen Rundgang durch die Stadt. Zu Fuss erkunden Sie die Hauptstadt Chiles und lernen dabei unter anderem die schöne, traditionelle Plaza de Armas mit ihren historischen Gebäuden und den lebhaften Gemüse-, Obst- und Fischmarkt am Ufer des Ro Mapocho kennen, der in einem ehemaligen Ausstellungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht ist. Abendessen und Übernachtung in Santiago (A).
Tag 2 Santigo - San Pedro de Atacama (103 km)
Etwa zwei Stunden dauert der Flug von Santiago in den Norden, nach Calama. Von hier aus geht es mit dem Auto (oder Bus) durch die wüstenhafte Hochebene nach San Pedro de Atacama. Dieses alte indianische Oasendörfchen ist eines der schönsten und traditonellsten und gleichzeitig voller Leben. Interessant und spannend ist der Besuch des bedeutenden archäologischen und anthropologischen Museums, das von einem belgischen Priester gegründet wurde. Hier erfahren Sie auf anschauliche Weise viel Wissenswertes über die Lebensweise der Atacameos, über deren Eroberung durch die Inca und schliesslich durch die Spanier. Gegen Abend geht es zum Valle de la Luna, dem Mondtal, wo sie die einmaligen Felsformationen und das spektakuläre Farbenspiel des Sonnenunterganges von einer hohen Sandüne aus bewundern können. Abendessen und Übernachtung in San Pedro de Atacama. (F/A)
Tag 3 Salzwüste und Lagunen (220 km)
Nach dem Frühstück fahren Sie los in Richtung der Lagunen Miscanti und Miiques. Die Fahrt führt durch die mit Polstern aus Steppengras bewachsene Hochebene, vorbei an den beeindruckenden Vulkanen der Anden. Die beiden tiefblau leuchtenden Lagunen bilden einen wunderbaren Aussichtsplatz auf den Gipfel des 5622 m hohen Miscanti. Weiter geht es in Richtung des Salar de Atacama, des drittgrössten Salzsees der Welt. Hier haben Sie die Gelegenheit, Flamingos und andere Vögel in einer faszinierenden Umgebung zu beobachten. Bei Sonnenuntergang glitzert der Salzsee wie mit Diamanten bestreut. Übernachtung in San Pedro de Atacama. (F/M- Picnic)
Tag 4 San Pedro - El Tatio - Calama (243 km)
Um 4:00h geht es an diesem Morgen los, da die Geysire von El Tatio, 122km im Nordosten von San Pedro in einer Höhe von 4500m gelegen, im Morgengrauen besonders aktiv sind. Bewundern Sie deren Farben- und Wasserspiel während des Sonnenaufgangs, ein unvergessliches Ereignis. Zum Frühstuck braten oder kochen wir Ihnen Eier in den heissen Fontänen der Geysire. Danach führt uns die Reise durch das wilde Andenhochland nach Caspana. In diesem kleinen Dörfchen blieb die Kultur der Atacameos unbeschadet über 800 Jahre erhalten, da die Spanier diesen Ort nie erreicht haben. Die Einwohner leben vom Obst- und Gemüseanbau auf den terassenförmig angelegten Feldern. Nach einem typischen Mittagessen fahren Sie weiter zum Pukara de Lasana, einer der besterhaltenen prähispanischen Festungsanlagen. Anschliessend kommen Sie durch das Indio-Dörfchen Chiu Chiu und von dort nach Calama. Übernachtung in Calama. (F/M).
Tag 5 Calama - Santiago - Temuco - Nationalpark Conguillo (82 km)
Flug in das Seengebiet von Calama über Santiago nach Temuco, Provinzhauptstadt Araukaniens, im mittleren Süden Chiles. Diese Region ist das Stammland der Mapuche-Indianer. Von hier geht die Fahrt in den Conguillio Nationalpark mit den berühmten Araukanien-Wäldern, die Namensgeber für die Provinz wurden. Einen ersten Eindruck über die atemberaubende Schönheit dieses Gebietes erhalten Sie an der Lagune Captrén, in deren grünen Wasser sich bei leichtem Wind die Äste der uralten Baumriesen wie in einem Elfentanz bewegend spiegeln. Wie Perlen einer Kette reihen sich die Lagunen Conguillio, Verde, Acoiris (Regenbogen) in dieser Seenplatte ein. Auf dem Weg zur Trailanqui Lodge haben wir unvergessliche Ausblicke über die Wälder und die Sierre Nevada. Übernachtung in der Lodge, (F / PL)
Tag 6: Pucon - Nationalpark Villarica - Thermalquellen von Huife (151 km)
Entlang weiterer Lagunen und Seen kommen wir nach Pucon und in den Nationalpark Villarica mit dem gleichnamigen Vulkan und See. Der Fahrt auf halbe Höhe des Vulkans ermöglicht eine leichte Wanderung bei der Sie umwerfende Blicke auf weitere Vulkanspitzen, nah und fern, und blaugrüne Seen haben.
Optional kann man mit Führern eine Vulkanbesteigung oder eine Raftingtour auf dem Trancura-Fluss buchen. Nachmittags Besuch der Termas de Huife wo man sich von den Strapazen erholen kann. (Badekleider und -tücher zu mieten). Abens zurück nach Pucon. Übernachtung im Hotel. (F)
Tag 7: Pucon - San Martin de los Andes - Argentinien (165 km)
Die erste Überquerung der Anden. Von Pucon geht es in die wild und zerklüftet werdende Region der Sieben-Seen und nach einer 1,5 stündigen Seeüberfahrt weiter nach Argentinien. Unser Ziel, San Martin de los Andes , ist ein von Wäldern und Nationalparks umgebener exclusiver Ferienort. Übernachtung in San Martin. (F / PL)
Tag 8: San Martin Nationalpark Nahuel Huapi - Bariloche - Argentinien (190 km)
Früh starten wir zur Route der 7 Seen. Auf malerischen, manchmal steinigen, Wegen erleben wir glasklare Seen und unberührte Wälder im riesigen Nahuel Huapi Nationalpark bis wir unser Ziel San Carlos de Bariloche am leuchtenden Nahuel Huapi See erreichen, in dessen Wasser sich die umliegenden Andengipfel spiegeln.
Bariloche wird wegen seiner Bade- und Wintersportmöglichkeiten als das Kitzbühl und Rimini Argentiniens bezeichnet. Die zauberhafte Landschaft erinnert an die Alpen, und die Rezepte der leckeren Schokolade und gastronomischen Delikatessen (Fondues, Wild- und Fischspezialitäten) hatten schon sehr früh Schweizer Einwanderer mitgebracht. Übernachtung im Hotel. (F / A)
Tag 9: Bariloche Peulla- Petrohue (Chile) ca, 12 Std. (544 km)
Erneute Andenüberquerung, diesmal als kombinierte Schiff-Busreise. Über 3 Seen, durch 2 Nationalparks, mit spektakulären Blicken auf die Vulkane Tronador, Puntiagudo, Osorno und Calbuco kommen wir über Peulla nach Petrohue im Nationalpark Vincente Perez Rosales. Übernachtung im Park. (F)
Tag 10: Nationalpark Vincente Perez Rosales - Vulkan Osorno (11 km)
Bei klarem Wetter erleben wir den Vulkan Osorno in seiner vollen Pracht. Mit dem Jeep kommen wir auf 1.350 m. Mit dem Sessellift geht es weiter bis zu den Schneefeldern des Osorno. Hier oben haben wir ein Picknick und einen traumhaften Blick auf die umliegenden Vulkane Calbuco, Tronador, Puntiadudo und über den Lago Llanquihue. Wieder unten geht es nach Petrohue im Nationalpark und - optional - Möglichkeit für eine Raftingfahrt auf dem Rio Petrohue oder geführter Pferdetour am Vulkan Calbuco. Übernachtung im Park. (F / PL)
Tag 11: Petrohue - Puerto Varas (70 km)
Der Besuch der Petrohue-Wasserfälle am Fusse des Osorno sind ein grossartiges Naturspektakel. Über riesige Lavafelsen stürzen die Schmelzwasser des Osorno-Gletschers und münden in den nahe gelegenen Llanquihue-See an dessen malerischen Ufer Puerto Varas und unser nächstes Hotel liegt. Eine Besichtigung des Rosen-Städtchen Puerto Varas und der Hafenstadt Puerto Montt mit dem urigen Fisch- und Kunsthandwerksmarkt beendet diesen Tag. Übernachtung im Hotel. (F)
Tag 12: Puerto Montt - Parque Lahuen Nadi (20 km) - Punta Arenas (2.286 km)
Eine Begegnung mit bis zu 4.000 Jahre alten Alerce-Bäumen erwartet uns im Lahuen Nadi Park. Die andine Lärche (Alerce Andino) gehört zu den ältesten Baumarten der Erde. Von hier geht es direkt zum Airport Puerto Montt um nach einem 2-Stündigen Flug am Nachmittag ganz im patagonischen Süden, in Puntas Arenas, in einer anderen Welt zu landen.
Direkt an der Magellanstrasse gelegen, ist Punta Arenas die interessanteste Stadt an der Südspitze des Kontinents. Herrenhäuser und Paläste aus der Zeit des grossen Wool Booms (Ende des 19. und Anfang des 20. Jhdt.) prägen noch heute die Stadt. Sie ist Ausgangspunkt zum Nationalpark Torres del Paine, zu den Gletscherwelten im Norden, nach Ushuaia und in die Antarktis. Übernachtung in Punta Arenas. (F)
Tag 13: Punta Arenas - Puerto Natales (254 km)
Der Weg nach Puerto Natales führt durch patagonischer Steppenlandschaft, vorbei an Estancias und Schafsfarmen. Unterwegs besuchen wir die Pinguinkolonie am Otway Sund, wo neben zahlreichen Magellanpinguinen auch patagonische Füchse, andus (südamerikanische Straussenart) gesichtet werden können. Mittagessen auf einer Estancia. Gegen Nachmittag kommen wir in Puerto Natales an. (F/ M)
Tag 14: Nationalpark Torres del Paine (394 km)
Der Torres del Paine gehört zu den schönsten Nationalparks Nord- und Südamerikas und ist zweifellos Höhepunkt jeder Patagonienreise. Der riesige Wander- und Trekkingmassiv am Ende der Welt wurde nach drei steil in den patagonischen Himmel ragenden Bergspitzen benannt - sie sind vielleicht das bekannteste Landschafts-Symbol Chiles.
Mit diesem Hintergrundmotiv und dem Zitat: Es gibt einen Platz auf Erden, an dem Du dem Schöpfer die Hand schütteln könntest, wärest Du noch eine Winzigkeit näher', wurde jahrelang für den Chile-Tourismus geworben. Die Schönheit und Erhabenheit Patagoniens kann mit dieser Methapher mühelos mithalten.
Vielseitige Kontraste erleben Sie während unserer ganztägigen Erkundungsfahrt in den Park. Nach der Rast am Lago Grey mit seinem riesigen Gletscher, kommen wir zum Salto Grande und Salto Chico und erleben während kurzen Wanderungen mit etwas Glück Lamas, Flamingos, Pampahasen, Strausse, und Kondore. Mittagessen im Park und Gelegenheit diese majestätische Berg-, Seen und Pflanzenwelt für zuhause auf Film zu bannen. Auf der Rückfahrt besuchen wir die Milodon-Höhle, Fundstelle des berühmten prähistorischen Riesenfaultiers (Milodon). Übernachtung im Hotel. (F/ PL)
Tag 15: Puerto Natales - El Calafate - Arg (347 km)
Heute führt uns der Weg von Puerto Natales durch die Pampa in das chilenisch-argentinische Grenzgebiet bei Cerro Castillo in das kleine touristische Städtchen Calafate (Argentinien), das inmitten der patagonische Steppe liegt. Weit ab vom Weg liegen die Estancia's und ab und zu taucht eine Schaf- oder Guanacoherde oder ein vorbeireitender Gaucho in unserm Blickfeld auf. Dann erreichen wir Calafate, Ausgangspunkt zu weiteren Naturspektakeln. Nachdem Einchecken im Hotel können Sie die Stadt auf eigene Faust erkunden. Übernachtung im Hotel in Calafate. (F)
Tag 16: Nationalpark los Glaciares - Arg (76 km)
Ein besonderer Highlight dieser Tour ist der Perito Moreno Gletscher. Wir werden diesen weissen Giganten hautnah erleben.
Special Effect: Das absolute Erlebnis für Sie: Eine ca. 2-stündige Wanderung über den Gletscher! Nach ausführlicher Einweisung durch geschulte Führer geht es in kleineren Gruppen zum Gletscher-Rand. Ausgestattet mit Steigeisen wandern Sie dann über das Eis, geniessen die faszinierende mondartige Gletscher-Landschaft mit kleinen Lagunen, aquamarinblau leuchtenden Gletscherspalten, sowie vielen fantastisch anmutenden Eisformationen.
Die Wanderung über die gewaltigen Eismassen ist absolut sicher und erfordert keine besondere körperliche Kondition. Sie wird immer wieder von lautem explosionsartigem Lärm begleitet, denn der Gletscher schiebt sich täglich bis zu 2 m zur Abbruchkante vorwärts, so dass sich fast minütlich irgendwo Eis abspaltet und teilweise mit Getöse in den Lago Argentino fällt.
Einen noch direkteren Eindruck erhalten Sie während der Bootsfahrt entlang des Gletscherbruchs. Die Dimensionen der 70 Meter hohen Eiswand erleben Sie so am deutlichsten! Wieder auf festem sicheren Boden gibt uns ein Picknick Gelegenheit das hautnahe und spannende Erlebnis bleibend zu verinnerlichen. Später, auf den Touristen-Plattformen, können Sie, in Steinwurfweite und Auge um Auge dem weissen Riesen gegenüberstehend. Rückkehr nach Calafate. (F/PL)
Tag 17: Calafate - Punta Arenas - Santiago
Rückreise von Calafate (Argentinien) direkt nach Punta Arenas (Chile) zum 3,5 stündigen Flug nach Santiago. Unterwegs begleiten uns nochmals alle faszinierenden Eindrücke der verschiedenen Etappen: Berge, Gletscher, Seen, Wälder, Steppen und die ganze Tier- und Planzenwelt Patagoniens. In Santiago angekommen Transfer zu unserem Stadthotel und abends Abschiedsessen in landestypischer Atmosphäre. (F / A)
Tag 18: Santiago - Airport
Ende der Reise mit Transfer zum Flughafen oder Anschlussprogramm.
Informationen über die Nationalparks: SALAR DE ATACAMA
In den ariden Gebieten zwischen Südperu und Nordwestargentinien entstanden seit dem jüngerem Tertiär gewaltige Salare, die erst seit kurzem systematisch erforscht werden. Borate, Jod und vor allem Steinsalz wird hier schon seit langem gewonnen. Grössere Bedeutung erlangt auch der Abbau von Lithium, das im Salar de Atacama die weltweit grösste Lagerstätte bildet, heute, im Zeichen der Lithiumbatterien ein unschätzbarer Wert für Chile.
Im Salar de Atacama ist ein einzigartige Menge von Nitraten zu finden. In den abflusslosen Beckenzwischen Küsten- und Hochkordillere bildeten sich die grossen Salpeterfelder. Der abbauwürdige Bereich ist etwa 700 km lang und bis zu 100 km breit. Die Entstehung war Jahrzehnte lang unklar. Fest steht, dass ihre Entstehung auf kapillaren Wasseraufstieg und Krustenbildungen im QWuartär zurückgeht. Durch das extrem aride Klima und die fehlende Vegetation wurden die Nitrate nicht zerstört. Es konnte sich eine Salz-Zementkruste bilden, auch unter Einfluss starker luftelektrischer Felder. Mit der Bildung dürften auch die riesigen Vulkangebiete der Hochkordillere zu tun haben, die ausgelaugt wurden und den grössten Teil der Salze lieferten. Vulkanische Aschen und Thermalwässer gelangten direkt in die Senken. Die Konzentration der abbauwürdigen Nitratsalze ('caliche') liegt bei 7 bis 15 %. Neben Nitrat findet man hier ein reiches Vorkommen an Boraten, Jodaten und Chromaten.
Der Salar de Atacama ist eines der Becken, die zu der durchschnittlich 2300 bis 3000 m hohen präandinen Depression gehören. Diese trennt die Prä- und die Westkordillere. Die Westkordillere bildet seit dem mittleren Miozän die vulkanische Front. Von dieser Position am Rand des Salar de Atacama sind die westlichen Teile des Vulkangürtels zu sehen. Die Vulkane weiter im Süden befinden sich weiter im Osten. Der rezente magmatische Bogen der CVZ (Central volcanic zone) beginnt etwa in der Höhe von Copiapo. Bestandteil dieses Bogens sind unter anderem etwa 10 Millionen Jahre alte Ignimbritdecken, auf die die rezenten andesitischen Vulkane aufgesetzt sind.
NATIONALPARK CONGUILLIO
Im Osten Araukaniens erstreckt sich der Nationalpark Conguillo, einer der spektakulärsten Naturparks Chiles. Hier kämpfen grüne Wälder gegen Lavaströme, welche wiederum neue Seen entstehen lassen: eine Landschaft im ständigen Umbruch. Vom malerischen Lago Conguillo aus führt ein Wanderweg durch herrliche Südbuchenwälder hinauf zur Sierra Nevada. Von zwei Aussichtspunkten unterwegs kann man den Blick auf den majestätischen Vulkan Llaima, den See und die Sierra Nevada geniessen. Weiter oben begleitet das Rauschen zahlreicher kleiner Wasserfällen den Wanderer.
NATIONALPARK VILARRICA
Der in der Nähe der Stadt Pucn gelegene Nationalpark wurde bereits 1940 gegründet und umfasst 61.000 Hektar . Die Höhenunterschiede betragen zwischen 600 und 3776 Meter. Das gemässigte Klima mit häufigeren Regenfällen zwischen März und August, weist im Winter bis zu 2 Meter Schnee auf. Im Sommer schwanken die Temperaturen zwischen 9 und 23 Grad Celcius. Herausragende Baumbestände von Araukarien (Chiletanne) sind in den Höhenlagen zu finden. Ebenso weitere endemische Arten wie Raul, Maio, Lenga und Canelo Andino.
Zahlreiche Vogelarten wie z.B. der Schwarzspecht, aber auch Fuchsarten und Pumas sind anzutreffen. Eine typische Andenlandschaft bestimmt das Bild des Villarica Nationalparks, ausgezeichnet durch hohe Berggipfel unterbrochen von tiefen Schluchten. Die höchsten Berge sind der Villarica (2847m), einem der aktivsten Vulkane des Kontinents. Nicht mehr aktiv sind hingegen die Vulkane Quetrupiln (2360m) und Lann (3776m). Auf dem Gebiet des Nationalparks befinden sich zahlreiche Seen, Lagunen und Flüsse, welche ihm einen landschaftlich ganz besonderen Reiz verleihen. Allerorts findet man natürliche heisse Thermalquellen vulkanischen Ursprungs. Es gibt mehrere wanderwege und ein Skigebiet am Vulkan Villarica. Zu den beliebtesten Aktivitäten im Park gehören Wanderungen, Bergsteigen, Angeln und Reittouren.
NATIONALPARK LANIN
Der argentinische Nationalpark Lanin ist der ' wilde Nachbar' des weiter südlich gelegenen Nationalparks Nahuel Huapi (Bariloche). Bei der Andenüberquerung von Chile aus kommend bemerkt man nach kurzer zeit bereits den durch die Anden barriere beeinflussten Klima und Landschaftseinfluss. Die Pampa lässt sich erahnen. Landschaftlich sehr abwechslungsreiche Szenerien nehmen den Reisenden in seinen Bann. Schneebedeckte Andengiganten und flache Steppenlandschaften schaffen diese reizvollen Kontraste. Die 5 Gletscherseen des Parks haben alle Ihr eigenes Öko-system. Der Vulkan Lanin wurde von den indianischen Ureinwohnern als Sitz der bösen Geister betrachtet. Heute wird der Vulkan am Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien vom jeweiligen Militär überwacht und eine Besteigung kann nur mit Sondergenehmigung erfolgen. Die Gewässer des Parks sind ein begehrtes Ziel für Angler.
NATIONALPARK NAHUEL HUAPI
Der Nahuel Huapi Nationalpark wurde bereits 1934 gegründet und umfasst ein riesiges Areal von 600.000 Hektar. Die höchste Erhebung ist der Cerro Tronador (Donnerberg), so benannt wegen den über weite Strecken hörbaren Gletscherbrüche, welche den Weg in Form von Tälern nach Chile geebnet haben. Der argentinische Nationalpark grenzt an den chilenischen Nationalpark Vicente Perez Rosales und an den Nationalpark Puyehue. Der gleichnamige im Park liegende See umfasst 320qkm. Die subantarktischen Wälder umfassen vor allem Zypressenarten und Coihue. Im Osten des Parks macht sich bereits die karge Steppenlandschaft der Pampa breit, während im Grenzgebiet zu Chile der valdivianische Regenwald vorherrscht. Zirka zu 20% besteht der Park aus Hochgebirge, 60% Regenwald und weiteren 20% Steppenlandschaft. Bedingt durch diese unterschiedlichen Klima und Vegetationsunterschiede ist die Flora und Fauna besonders artenreich. Wanderwege sind gut markiert und werden instand gehalten.
NATIONALPARK VICENTE PEREZ ROSALES
Der ca. 60km östlich von Puerto varas gelegene Nationalpark wurde 1926 gegründet und ist somit der erste und älteste Nationalpark Chiles. Die Gesamtfläche von 251000 Hektar beherbergt den wohl schönsten Vulkan des Kontinents. Der Vulkan Osorno misst 2661 Meter und wird nur noch vom Cerro Tronador mit seinen 3491 Metern übertroffen. Der lago Todos Los Santos am Fusse des Vulkans mit seinem smaragdgrünen Gewässern misst 2210 qkm. Der bewaldete Nationalpark verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna. Fuchsien, Orchideen, sowie über 600 Pflanzenarten sind im Park anzutreffen. Zu den Vertretern der Tierwelt gehört das Pud, der kleinsten Wildart der erde und der Puma sowie die Wildkatze Gato montes, Adler, Kondore und einer Papageienart.
LAHUEN ADI
Der Regenwald in Chiles kleinem Süden ist ein einzigartiges ökologisches System. Hier wachsen auch die seltenen Alerce-Bäume. Es sind bis zu 40 Meter hohe Urwaldriesen. Sie sind bis 5.000 Jahre alt. Ihr Holz hat die Eigenschaft, nicht zu faulen. Dementsprechend begehrt ist es auch als Baumaterial. Um dem endgültigen Kahlschlag vorzubeugen, WERDEN IM Süden Chiles immer mehr Gebiet geschüzt. Bei Puerto Montt wurde aus deisem Grunde der Lahuen adi Park geschaffen.
NATIONALPARK TORRES DEL PAINE
Markant präsentiert sich die Felskrone der Torres del Paine. In der gezackten Silhouette dieser bizarren Granitgipfel verdichtet sich die Naturschönheit des chilenischen Südens. Woanders in Chile mag es grandiosere Gletscher geben, einsamere Bergseen, Urwälder, die nie ein Mensch durchstreift hatte. Doch im Nationalpark Torres del Paine hat der Reisende die Gelegenheit, diese wilde Natur auch zu erfahren. Das Wetter schlägt ganz schnell um. Und schlechtes Wetter heisst keine Sicht, beissende Kälte und Wind von über 100 Stundenkilometern.'
Im Zentrum dieses Parkes steht das namengebende Granitmassiv mit über 2600 m. Die Landschaft wechselt ständig ihr Aussehen, da die Gletschermassen ständig in Bewegung sind. Farbige Seen in türkis, grün, blau und grau sprenkeln die Szenerie. Hier leben 105 Vogelarten, ausserdem Hirscharten, der Guanaco, Füchse, Pumas und Stinktiere. Der Park wird von Conaf verwaltet.
NATIONALPARK LOS GLACIARES
Hier in Patagonien, im südlichsten Teil Amerikas, liegt der Nationalpark Los Glaciares mit seinen 13 Gletschern. Das Gebiet gehört zu Chile und Argentinien. Der grösste der Eisriesen ist der Perito Moreno. Er ist einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und walzt alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Die Gewalt der blauen Kälte schleift gigantische Felsen ab und versperrt Wasserwege. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Erde, welcher noch wächst. Faszinierende Anblicke in einer unwirtlichen Szenerie.
Der Nationalpark Los Glaciares liegt so weit südlich in Patagonien, dass man sich hier südlicher als am Kap der guten Hoffnung und sogar südlicher als in als Neuseeland befindet. Näher an den Eismassen der Antarktis als auf allen anderen Kontinenten.
Seit 1945 ist das riesige Gebiet auf der argentinischen Seite ein Nationalpark, im Jahr 1981 wurde er aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und seiner Bedeutung von der UNESCO zum 'World Heritage', zum Naturerbe der Menschheit, erklärt. Wie in vielen Nationalparks des Welterbes, wird die Natur in Los Glaciares sich selbst überlassen. In dieser Region befinden sich die mächtigsten kontinentalen Eismassen der Erde die den grössten Teil des Parks bedecken. Nur hier in der Gebirgszone ständig wehender Winde konnten sich so nah am Äquator überhaupt Gletscher bilden.
An der natürlichen Barriere der bizarren Andengipfel kühlt die feuchte Luft, die vom Pazifik kommt, schnell ab und fällt dann als Schnee in die Gipfelmulden. Dieser wird von seinem eigenen Gewicht zusammen gepresst und unter dem Druck des nachfallenden Schnees werden die Kristalle innerhalb von ca. 10 Jahren in eine elastische Eismasse umgeformt. So hat sich im Laufe der Zeit in den Bergen ein riesiges Eisreservoire angesammelt: Das Patagonische Eisfeld ist bis zu sagenhafte 350 km lang und 50 km breit. Pures Eis, von dem man als Besucher immer nur ein winziges Zipfelchen sehen kann.
Den Rahmen zu diesem Naturwunder bilden schroffe Berge aus Tertä-Granitgestein, die mit einem Teppich aus dichten, typisch patagonischen Regenwäldern mit Südbuchenarten und Berberitzengewächsen bewachsen sind.
Das Patagonische Eisfeld speist 13 Hauptgletscher und zahlreiche Nebengletscher und ist nach der Antarktis das grösste zusammenhängende Eisfeld der Welt. Der Nationalpark Los Glaciares selbst umfasst davon 4.459 km und reicht im Norden bis zum Fitz Roy Massiv. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche aller Alpengletscher zusammengenommen umfasst ca. 3.400 km, dies ist aber keine zusammenhängende Fläche.
Noch eine Besonderheit: Überall in der Welt gibt es Gletscher erst ab 2.500 Metern über dem Meeresspiegel, hier allerdings liegen die Eiskappen schon bei 1.500 Meter ü.d.M. und fliessen dabei noch 200 Meter bergab bis zu den Seen. Die Abbruchkanten des in den Seen schwimmenden Eises sind oberhalb der Wasserlinie mehr als 50 m hoch, unterhalb des Wassers ragen die Eismassen über 130 m in die dunkle Tiefe.
Das Schmelzwasser der Gletscher hat drei grosse Seen geformt, zwei davon befinden sich innerhalb der Nationalparkgrenzen: der Lago Viedma und der Lago Argentino. Beide haben durch das zermalene Gestein eine wunderbare türkise Färbung und beide werden über den ebenfalls von den Schwebstoffe türkis gefärbten Rio Santa Cruz in den Atlantik entwässert.
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