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Path: Chile > Santiago Metropolitan Region > Leisure, sport and travel > Art- and culture trip

Feuerlands Fjorde (Art- and culture trip), Santiago, Santiago Metropolitan Region, Chile

Article info
Article name
Feuerlands Fjorde
Reference num.
6663
Address
Santiago de Chile
Region
Santiago Metropolitan Region
Main city
Santiago
 
Contact info
Name / Firm
Kapner Gabriela
Address
Schaffenbergstr. 2841352, Korschenbroich
Primary telephone
492161-640475
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Description
DURCH DIE FJORDE FEUERLANDS - Auf den Spuren Gunther Plüschows - 16 Tage / 15 Nächte - Seit Hernando de Magellanes im Oktober 1520 die Wasserstrasse entdeckt hat, die heute seinen Namen trägt, sind viele Abenteurer und Entdecker von dieser Region am Ende der Welt magisch angezogen worden. Bei Feuerland und Kap Hoorn versinkt der amerikanische Kontinent in den eisigen Wassern der Drake-Strasse, benannt nach dem englischen Piraten oder, wenn man so will, Seehelden Sir Francis Drake, der den Seeweg im äussersten Süden im Jahr 1577 befahren und im weiteren Verlauf dieser Reise als zweiter Europäer die Welt umsegelt hat. 1831 umrundete Charles Darwin an Bord der 'Beagle' die Südspitze Südamerikas; seine Reise- und Forschungsberichte erregten weltweites Aufsehen und sind noch heute von grosser Bedeutung für die Wissenschaft. Sie beflügelten auch die Phantasien vieler Schriftsteller wie Edgar Allan Poe, Lord Byron, Jules Verne und Antoine de Saint Exupery, die ihre Geschichten in dieser faszinierend-abweisenden Weltgegend ansiedelten. Einer der letzten Pioniere und wagemutigen Entdecker war Gunther Plüschow, Marineflieger bei den kaiserlichen Streitkräften und später Kaptitän, Forscher und Schriftsteller. Plüschow hat 1929 als erster die Gletscher und Berge Feuerlands und Patagoniens in seinem Wasserflugzeug 'Silberkondor' überflogen und aus der Luft gefilmt. Seinen Spuren wollen wir auf dieser Reise folgen. Tag 1: Ankunft in Santiago am Vormittag, Transfer zum Hotel; nachmittags Stadtrundfahrt, gemeinsames Abendessen. Tag 2: Morgens Flug nach Punta Arenas, nachmittags Stadtrundgang. Tag 3: Bei gutem Wetter Rundflug mit einem Propellerflugzeug über Feuerland, Beagle-Kanal, Darwin-Kordillere und Magellanstrasse(optional); Besuch des Salesianermuseums und des Friedhofs von Punta Arenas. Tag 4: Nachmittags Einschiffung auf der 'Terra Australis', Begrüssungscocktail, Beginn der Feuerland-Kreuzfahrt. Tag 5: Im Seno Almirantazgo zweimal mit dem Schlauchbott Landgang zu Biberdämmen, einer Seelefanten-Kolonie und den Gletschern Marinelli und Brookes. Auf der Weiterfahrt Besuch einer kleinen Kolonie von Pinguinen auf der Isla Tucker. Tag 6: Landgang im Fiordo Agostini am Glaciar Serrano, einem der eindrucksvollsten Gletscher in der patagonischen Inselwelt. Am Nachmittag Weiterfahrt durch den Canal Cockburn zum Canal Brecknock. Tag 7: Nach der Durchquerung der Baha Desolada und des Canal OBrien Einfahrt in den Nordwest-Arm des Beagle-Kanals und in die majestätische 'Strasse der Gletscher'. In der Yendegaia-Bucht Landgang und Besuch der ältesten chilenischen Estancia auf Feuerland. Am Nachmittag Ankunft in Puerto Williams, der südlichsten Ortschaft der Welt. Hier besteht die Möglichkeit für kleine Ausflüge. Tag 8: Morgens macht die 'Terra Australis' an der Mole von Ushuaia fest, dem Endpunkt unserer Kreuzfahrt. Wir betreten erstmals argentinischen Boden; nachmittags Stadtrundgang, Besuch des Museo Territorial und des Museo Penitenciario. Tag 9: Ausflug in den Lapataia-Nationalpark. Tag 10: Flug über Ro Gallegos nach Calafate, Landung auf dem neu ausgebauten Flughafen'Gunther Plüschow'. Tag 11: Tagestour zum Perito-Moreno-Gletscher am Lago Argentino. Tag 12: Teilnahme an der Gedenkfeier für G.Plüschow und seinen Mechaniker H.Dreblow; evtl. Möglichkeit einer Bootstour auf dem Lago Argentino zu den Gletschern Upsala, Spegazzini und Onelli. Tag 13: Im Kleinbus zur Grenze nach Chile und weiter in den Nationalpark Torres del Paine, erste Fotostops für die Guanaco-Herden und die beeindruckenden Torres. Tag 14: Mit dem Auto und auf kurzen Wanderungen zum Lago Grey, Salto Grande, zu den Cascadas del Paine und zu mehreren Aussichtspunkten mit atemberaubendem Blick auf das Paine-Massiv. Tag 15: Gegen Mittag Aufbruch nach Puerto Natales. Nach etwa zwei Stunden Busfahrt kurz vor dem Ziel ein kleiner Abstecher zur Mylodon-Höhle. Hier hat der deutsche Kapitän Eberhard vor 100 Jahren ein Stück Fell des längst ausgestorbenen Riesenfaultiers gefunden. Tag 16: Fahrt von Puerto Natales in drei Stunden direkt zum Flughafen von Punta Arenas in Santiago am Spätnachmittag, Abschiedsessen. Tag 17: Abflug nach Deutschland. Am ersten Tag nach unserer Ankunft in Punta Arenas haben wir bei gutem Wetter die Möglichkeit, bei einem Rundflug den Blick auf Feuerland und die Magellanstrasse wie Plüschow aus einem kleinen Flugzeug heraus zu geniessen. Nach Besuchen im Salesianermuseum (das Leben und die Tragödie der Feuerland-Indianer sind hier besonders eindringlich dargestellt) und auf dem Friedhof von Punta Arenas , wo uns die Namen und Grabinschriften viel über die wechselvolle Geschichte der Stadt erzählen, gehen wir am Nachmittag des folgenden Tages an Bord der 'Terra Australis'. Jetzt beginnt die abenteuerliche Kreuzfahrt in den Gewässern, in denen auch Plüschows Kutter 'Feuerland' segelte und ihm als schwimmende Versorgungsstation bei seinen Erkundungsflügen diente. Allerdings werden wir uns das rauhe Klima und die stürmischen Winde viel weniger zusetzen als Plüschow und seinen Begleitern: unser Schiff ist mit vollklimatisierten Doppelkabinen ausgestattet, Komfort und Sicherheitsausrüstung sind auf modernstem Niveau, die vorzügliche Küche wird uns nach den Landgängen wieder zu Kräften bringen. So können wir unbeschwert diese ursprüngliche, wilde Landschaft, die Fjorde und Gletscher, die schneebedeckten Berge der Darwin-Kordillere und die vielfältige Tierwelt auf uns einwirken lassen. Seelefanten, Robben, Delphine, Pinguine und die verschiedensten Seevögel werden uns auf der Kreuzfahrt begegnen. Nach einem kurzen Besuch in der südlichsten Ortschaft der Welt, in Puerto Williams, endet unsere Kreuzfahrt in Ushuaia im argentinischen Teil Feuerlands. Hier bleiben wir einen Tag, besuchen das Museo Territorial - mit sehr interessanten Bildern und Ausstellungsstücken zum Leben der Indianer, zur Missionierung und Besiedlung Feuerlands - und das Museo Penitenciario im ehemaligen Gefängnis von Ushuaia. Ausserdem machen wir einen Ausflug nach Lapataia in den Nationalpark Tierra del Fuego. Am nächsten Tag fliegen wir von Ushuaia nach Calafate am Lago Argentino, dem Ausgangspunkt für Touren zum Glaciar Perito Moreno. Dieser Gletscher ist einer der wenigen auf der Welt, die sich im Gleichgewicht befinden und sich nicht zurückziehen. Mit einem Kleinbus fahren wir etwa 2 Stunden zum Aussichtspunkt auf einer Halbinsel; hier können wir den Gletscher in aller Ruhe fast zum Greifen nah bestaunen und fotografieren. Es gibt auch Bootstouren in Gletschernähe, was bei schönem Wetter eine gute Möglichkeit für Eindrücke von dieser vier Kilometer langen und 60 Meter hohen Eiswand bietet. Am nächsten Tag fahren wir zu der Gedenkstätte für Plüschow und seinen Mechaniker Dreblow. Wir nehmen an einer kleinen Zeremonie teil, die die Nationalparkverwaltung und die argentinische Luftwaffe zu Ehren der beiden Flugpioniere veranstalten, die heute vor 70 Jahren hier im Brazo Rico beim Absturz ihres 'Silberkondors' ums Leben kamen. Eventuell bleibt am Nachmittag noch Zeit für eine weitere Bootsfahrt auf dem Lago Argentino zu den Gletschern Upsala, Spegazzini un Onelli. Die Strecke von Calafate über die Grenze nach Chile zum Paine-Nationalpark und weiter nach Puerto Natales ist zum grössten Teil 'ripio', das heisst Schotter- und Erdpiste. Sechs Stunden dauert die Fahrt bis zu unserem Hotel im Nationalpark, unterwegs werden wir mehrere Stops einlegen, um Condore, Guanakos (eine wilde Lamaart) und vielleicht Flamingos zu beobachten und den ersten Blick auf das faszinierende Paine-Massiv zu geniessen. Kurz vor dem Parkeingang finden wir einen Gedenkstein für Plüschow und Dreblow am Ufer des Lago Sarmiento. Hier sassen die beiden Flieger im April 1929 wochenlang in ihrem Zelt fest und warteten auf ein Abflauen von Sturm und Regen, bis sie endlich auch Paine Grande aus der Luft bezwingen konnten. Einen ganzen Tag lang werden wir den Park erkunden können und immer neue Ausblicke auf die Torres (Türme) und Cuernos (Hörner), Gletscherseen und Wasserfälle erleben. Guanakos, Condore, Schwarzhalsschwäne, Adler, Caiquenes (Wildgänse) und viele andere Tiere begegnen uns an diesem Tag. Bei unserem letzten Besuch im Paine-Park hatten wir erstmals das Glück, ein Huemul-Paar ganz nah am Weg anzutreffen. Der Huemul ist neben dem Zwerghirsch Pud die einzige einheimische Hirschart; zusammen mit dem Condor ist er Wappentier von Chile, der Huemul gilt als sehr bedrohte Tierart und lebt fast nur noch in für Menschen unzugänglichen Gebieten. Letzte Stationen im tiefen Süden sind die Mylodon-Höhle, in der man Fellreste und Knochen des vor 10.000 Jahren ausgestorbenen drei Meter grossen Riesenfaultiers gefunden hat, und Puerto Natales, Zielhafen für die Fährschiffe, die in drei Tagen von Puerto Montt durch die sturmgepeitschte Inselwelt Südchiles bis hierher kommen. Das Mylodonfell ist übrigens das Leitmotiv in Bruce Chatwins Reisebericht >In Patagonien'. Nach dem Rückflug nach Santiago treffen wir uns zu einem letzten gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen Restaurant, dann geht es wieder zurück in den deutschen Winter - immerhin ist der Frühling inzwischen schon um 3 Wochen näher gerückt.
 
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