PATAGONIENS NATIONALPARKS - 17 Tage / 16 Nächte - Eine 17-tägige Natur- und Abenteuerreise für Liebhaber grandioser Landschaften. Besucht werden insgesamt 8 Nationalparks, 5 davon in Chile und 3 in Argentinien. Jedes dieser intakten Naturparadiese bietet Ihnen die Gelegenheit die Kontraste Patagoniens am Südende unserer Erde hautnah zu erleben. In Form von Wanderungen, Schiffs- und Entdeckungsfahrten im Fahrzeug erschliessen sich Ihnen Flora und Fauna dieser geschützten Naturreservate. Um Ihnen einen möglichst unverfälschten Reisegenuss gewährleisten zu können, haben wir bewusst die Teilnehmerzahl auf maximal 12 Personen begrenzt. Ihr deutschsprachiger Reiseleiter begleitet Sie während der gesmaten Reise und kennt die jeweiligen Nationalparks einschliesslich Flora und Fauna sowie die geschichtlichen Hintergründe. Tag 1: Santiago de Chile
Auf dem internationalen Flughafen von Santiago erwartet Sie am morgen Ihr Reiseleiter. Transfer zum Hotel in Santiago. Am Nachmittag erkundet die Gruppe das Herzstück der chilenischen Hauptstadt. Besucht werden unter anderem die Plaza de Armas, der Markt von Santiago und das präkolumbianische Museum. Beim Abendessen in einem gemütlichen und landestypischen Restaurant erhalten Sie von Ihrem Reiseleiter einleitende Informationen zur bevorstehenden Reise.
Tag 2: Santiago - Temuco
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen für den ca. 1stündigen Flug nach Temuco, Hauptstadt Araukaniens, dem Stammland der Mapuche-Indianer. Nach dem Transfer zum Hotel wird das kleine Mapuche-Museum der Stadt besucht, wo man einen sehr guten Einblick in die Geschichte und die Kultur dieses Indiovolkes bekommt. Ein kurzer Spaziergang durch den bunten Markt der Stadt und der Besuch des Naturreservates Cerro Nielol bilden den Abschluss des heutigen Tages.
Tag 3: Temuco - Pucn / NP Villarrica
Heute erreichen wir das Gebiet des ersten Nationalparks auf dieser Reise. Nach zirka 2,5 Stunden Fahrt erreichen wir das von deutschen Einwanderern mitbegründete Städtchen Pucn am Fusse des Villarrica-Vulkans. Der späte Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, um das Städtchen Pucn zu erkunden.
Tag 4: Nationalpark Huerquehue
Nach dem Frühstück geht die Fahrt in Richtung Norden zum Lago Carburgua, einem malerischen See vilkanischen Ursprungs. Im Nationalpark wandern wir zunächst entlang des Tinquilco-Sees und anschliessend durch dichten Urwald bergauf. Die insgesamt ca. 5 Std. dauernde Wanderung führt uns durch Coigue-Wälder vorbei an dem Wassefall Nido de Aguila (Adlerhorst) zu den von mächtigen Araukarien umgebenen Lagunen Lago Chico, Lago Toro und Lago Verde. Zeit für ein stärkendes Picknick und ein kühles Bad in unberührter Natur, bevor wir uns auf den Rückweg nach Pucn machen. Auf dem Weg nach Pucn besteht die Möglichkeit, in den in der Nähe gelegenen heissen Thermen zu baden.
Tag 5: Pucn - NP Lanin (Argentinien)
Heute steht die erste Andenüberquerung auf dem Programm. Eine 4-stündige Fahrt bringt Sie nach San Martin de los Andes in Argentinien. Auf der argentinischen Seite der Anden befindet sich der Nationalpark Lanin. Auch hier finden sich Araukarienbestände, doch der durch die Andenbarriere beeinflusste Wechsel der Landschaftsformen und Vegetationseinfluss der Pampa ist bereits deutlich erkennbar. Mittagessen und Stops unterwegs.
Tag 6: San Martin NP Nahuel Huapi (Arg.)
Entlang der 7-Seen-Route geht die Fahrt über 220km nach La Angostura und entlang des Nahuel Huapi Sees im gleichnamigen Nationalpark nach Bariloche, dem argentinischen Ferienort. Mittagessen und Fotostops unterwegs.
Tag 7: Bariloche-Peulla-Petrohue (Chile)
Nach dem Frühstück Beginn einer besonderen Art, die Anden zu überqueren: per Schiff. Diese kombinierte Schiffs-Busreise führt Sie über 3 Seen und 2 Nationalpark nach Chile. Grandiose Ausblicke auf die Vulkane Tronador, Puntiagudo, Osorno, und Calbuco begleiten Sie auf dieser Reise. Die heutige Etappe führt über Peulla nach Petrohué zurück nach Chile zum Nationalpark Vicente Perez Rosales.
Tag 8: Nationalpark Vicente P. Rosales
Am heutigen Vormittag haben Sie die Wahl zwischen einer Wildwasserfahrt auf dem Rio Petrohue (Rafting auch für Anfänger geeignet!) oder einer halbtätigen geführten Wanderung im Nationalpark. Übernachtung im Nationalpark.
Tag 9: Petrohue - Puerto Varas
Am Vormittag und auf dem Weg nach Puerto Varas besichtigen wir die Wasserfälle des Rio Petrohue, bevor die Fahrt entlang des drittgrössten Sees Südamerikas, dem Lago Llanquihue nach Puerto Montt fortgesetzt wird, wo wir den urigen Fisch- und Kunsthandwerksmarkt Angelmo besuchen. Rückfahrt nach Puerto Varas.
Tag 10: Nationalpark Alerce Andino
Die Fahrt im Allradwagen geht entlang der wildromantischen Pazifikküste auf dem ersten Abschnitt der Carretera Austral bis zum Nationalpark Alerce Andino. Im Park unternehmen wir eine Wanderung zu den Alercebäumen, die hier in einer Höhe ab 800m anzutreffen sind. Die andine Lerche (Alerce Andino) gehört zu den ältesten Baumarten der Erde (bis zu 4000 Jahre alt).
Tag 11: Puerto Montt - Punta Arenas
Transfer zum Flughafen. Nach einem ca 2-stündigen Flug landen wir in Punta Arenas, der südlichsten Stadt des Kontinents, im rauhen Patagonien gelegen. Transfer zum Hotel. Am Nachmittag findet eine Stadtrundfahrt mit Ausblick auf die Magellan-Strasse, welche das Festland von Feuerland trennt, statt.
Tag 12: Nationalpark Torres del Paine
Auf dem Weg zum Nationalpark Torres del Paine geht die Fahrt entlang patagonischer Steppenlandschaft vorbei an typischen Estancias und Schafsfarmen. Unterwegs besuchen wir die Pinguinkolonie am Otway Sund, wo neben zahlreichen Magellanpinguinen auch patagonische Füchse, andus (südamerikanische Straussenart) gesichtet werden können. Mittagessen auf einer Estancia. Besuch der Milodon-Höhle, berühmte Fundstelle des prähistorischen Riesenfaultiers (Milodon). Ankunft im weltbekannten Nationalpark am späten Nachmittag.
Tag 13: Nationalpark Torres del Paine
Der Torres del Paine gehört zu den schönsten Nationalparks Amerikas und ist zweifellos Höhepunkt einer jeden Patagonienreise. Die Kontraste erleben Sie während einer ganztätigen Erkundungsfahrt im Nationalpark (Lago Grey, Parkverwaltung, Salto Grande, Salto Chico) mit kürzeren Wanderungen und Tierbeobachtungen (Lamaarten, Flamingos, Pampahasen, Strausse, Kondore) verbunden.
Tag 14: NP Torres del Paine-Calafate (Arg)
Am Vormittag Fahrt über die chilenisch-argentinische Grenze bei Cerro Castillo nach El Calafate am Lago Argentino gelegen. Mittagessen unterwegs. Unser Hotel liegt in Sichtweite des Perito Moreno Gletschers.
Tag 15: NP Los Glaciares(Arg)-Puerto Natales
Fahrt zum berühmten Perito Moreno Gletscher und Wanderung in der Nähe des gewaltigen Gletschers. Der Gletscher gehört zu den wenigen noch wachsenden Gletschern der Erde. Am Nachmittag geht die Fahrt durch die argentinische Pampa zurück nach Chile in das kleine Städtchen Puerto Natales am Ultima Esperanza-Fjord (Fjord der letzten Hoffung).
Tag 16: Puerto Natales - Santiago
Am Morgen Fahrt zum Flughafen von Punta Arenas und ca. 3 1/2 stündiger Flug nach Santiago de Chile. Transfer zum Hotel. Gemeinsames Abschiedsessen in der angenehmen Atmosphäre eines landestypischen Restaurants.
Tag 17: Santiago
Transfer zum Flughafen von Santiago und Ende der Reise oder individuelles Anschlussprogramm.
DIE NATIONALPARKS
Nationalpark Villarrica / Chile
Der in der Nähe der Stadt Pucn gelegene Nationalpark wurde bereits 1940 gegründet und umfasst 61.000 Hektar . Die Höhenunterschiede betragen zwischen 600 und 3776 Meter.
Das gemässigte Klima mit häufigeren Regenfällen zwischen März und August, weist im Winter bis zu 2 Meter Schnee auf. Im Sommer schwanken die Temperaturen zwischen 9 und 23 Grad Celcius. Herausragende Baumbestände von Araukarien (Chiletanne) sind in den Höhenlagen zu finden. Ebenso weitere endemische Arten wie Raul, Maio, Lenga und Canelo Andino.
Zahlreiche Vogelarten wie z.B. der Schwarzspecht, aber auch Fuchsarten und Pumas sind anzutreffen. Eine typische Andenlandschaft bestimmt das Bild des Villarrica Nationalparks, ausgezeichnet durch hohe Berggipfel unterbrochen von tiefen Schluchten. Die höchsten Berge sind der Villarrica (2847m), einem der aktivsten Vulkane des Kontinents. Nicht mehr aktiv sind hingegen die Vulkane Quetrupiln (2360m) und Lann (3776m). Auf dem Gebiet des Nationalparks befinden sich zahlreiche Seen, Lagunen und Flüsse, welche ihm einen landschaftlich ganz besonderen Reiz verleihen. Allerorts findet man natürliche heisse Thermalquellen vulkanischen Ursprungs. Es gibt mehrere wanderwege und ein Skigebiet am Vulkan Villarrica. Zu den beliebtesten Aktivitäten im Park gehören Wanderungen, Bergsteigen, Angeln und Reittouren.
Nationalpark Huerquehue
Der wenig bekannte Nationalpark wurde 1967 gegründet und umfasst 12500 Hektar. Der Park ist von Pucn aus schnell erreicht, jedoch gibt es für Fahrzeuge keine direkte Zufahrt, so dass der Park nur zu Fuss zu erreichen ist. Die Höhenunterschiede betragen zwischen 720 und 2000 Metern. Auf dem Gebiet des Nationalparks herrschen 2 Klimazonen vor. Zum einen ein sehr mildes und bedingt durch die Höhenlage ein kaltes Klima. Zwischen Mai und September fallen durchschnittlich 2045mm Niederschlag pro Jahr. neben alten Araukarienbeständen vor allem im Herzstück des Parkes findet man auch Coigue-Wälder und Chaura, welche nahtlos ineinander übergehen. Der schönste Abschnitt ist nur durch steiles bergauf zu erreichen, hier befinden sich die Lagunen Toro und Verde. Es gibt 3 verschiedene Wanderwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.
Natinalpark Lanin
Der argentinische Nationalpark Lanin ist der ' wilde Nachbar' des weiter südlich gelegenen Nationalparks Nahuel Huapi (Bariloche). Bei der Andenüberquerung von Chile aus kommend bemerkt man nach kurzer zeit bereits den durch die Anden barriere beeinflussten Klima und Landschaftseinfluss. Die Pampa lässt sich erahnen. Landschaftlich sehr abwechslungsreiche Szenerien nehmen den Reisenden in seinen Bann. Schneebedeckte Andengiganten und flache Steppenlandschaften schaffen diese reizvollen Kontraste. Die 5 Gletscherseen des Parks haben alle Ihr eigenes Öko-system. Der Vulkan Lanin wurde von den indianischen Ureinwohnern als Sitz der bösen Geister betrachtet. Heute wird der Vulkan am Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien vom jeweiligen Militär überwacht und eine Besteigung kann nur mit Sondergenehmigung erfolgen. Die Gewässer des Parks sind ein begehrtes Ziel für Angler.
Nationalpark Nahuel Huapi
Der Nahuel Huapi Nationalpark wurde bereits 1934 gegründet und umfasst ein riesiges Areal von 600.000 Hektar. Die höchste Erhebung ist der Cerro Tronador (Donnerberg), so benannt wegen den über weite Strecken hörbaren Gletscherbrüche, welche den Weg in Form von Tälern nach Chile geebnet haben. Der argentinische Nationalpark grenzt an den chilenischen Nationalpark Vicente Perez Rosales und an den Nationalpark Puyehue. Der gleichnamige im Park liegende See umfasst 320qkm. Die subantarktischen Wälder umfassen vor allem Zypressenarten und Coihue. Im Osten des Parks macht sich bereits die karge Steppenlandschaft der Pampa breit, während im Grenzgebiet zu Chile der valdivianische Regenwald vorherrscht. Zirka zu 20% besteht der Park aus Hochgebirge, 60% Regenwald und weiteren 20% Steppenlandschaft. Bedingt durch diese unterschiedlichen Klima und Vegetationsunterschiede ist die Flora und Fauna besonders artenreich. Wanderwege sind gut markiert und werden instand gehalten.
Nationalpark Vicente Perez Rosales
Der ca. 60km östlich von Puerto varas gelegene Nationalpark wurde 1926 gegründet und ist somit der erste und älteste Nationalpark Chiles. Die Gesamtfläche von 251000 Hektar beherbergt den wohl schönsten Vulkan des Kontinents. Der Vulkan Osorno misst 2661 Meter und wird nur noch vom Cerro Tronador mit seinen 3491 Metern übertroffen. Der lago Todos Los Santos am Fusse des Vulkans mit seinem smaragdgrünen Gewässern misst 2210 qkm. Der bewaldete Nationalpark verfügt über eine artenreiche Flora und Fauna.
Fuchsien, Orchideen, sowie über 600 Pflanzenarten sind im Park anzutreffen. Zu den Vertretern der Tierwelt gehört das Pud, der kleinsten Wildart der erde und der Puma sowie die Wildkatze Gato montes, Adler, Kondore und einer Papageienart. |